Afrikanische Schweinepest in Brandenburg: 103 Fälle bestätigt

In Brandenburg sind nun 103 Fälle von Afrikanischer Schweinepest amtlich bestätigt. Das Nationale Referenzlabor, das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), habe neun neue Fälle gemeldet, teilte das Verbraucherschutzministerium am Mittwoch mit. «Den Anstieg der positiven Fälle haben wir erwartet», betonte Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Grüne). Das Land setze alle notwendigen Maßnahmen im Kampf gegen die Seuche ein.


Die neuen Fälle stammen alle aus den Landkreisen Oder-Spree und Spree-Neiße. Die Fundorte konzentrierten sich auf zwei eingezäunte Kerngebiete.


Die Einzäunung der sogenannten weißen Zone sowie der Bau fester Zäune entlang von Oder und Neiße kommen gut voran. Auch die Suche nach verendeten Wildschweinen laufe weiter.


Die sogenannte weiße Zone ist ein etwa fünf Kilometer breiter Streifen, der das Kerngebiet wie ein Halbkreis auf dem Gebiet der Landkreise Oder-Spree und Spree-Neiße umschließt. Er wird mit zwei festen Zaun-Reihen gesichert. Wenn er fertig ist, sollen die Wildschweine in dieser Zone getötet werden.


Der bundesweit erste Ausbruch der Seuche beim Schwarzwild wurde am 10. September in Brandenburg amtlich festgestellt. Nach neuesten Erkenntnissen sind bereits in der ersten Juli-Hälfte infizierte Tiere verendet.


Die Krankheit ist für Menschen ungefährlich, für Wild- und Hausschweine fast immer tödlich. Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wie vor frei von der Afrikanischen Schweinepest. Es gibt keine Möglichkeit, die Schweine vorbeugend zu impfen.

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